Panels & Talks
>> Sa 29 SEP—So 30 SEP
>> C/O Berlin, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin
>> Eintritt frei

Samstag 29 SEP | 12—19 h
12 h | ARTIST TALK (ENGLISCH)
Martin Parr, Künstler (UK) / Andrea Thilo, Journalist (D)
Martin Parr zählt zu den weltweit einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. Ehrlich und ungeschönt dokumentiert er die gesellschaftliche Realität und den Alltag zwischen Kitsch und Konsum. Parr interessiert sich dabei für die bunten und grellen Farben, das Kuriose und das Banale, allerdings ist sein Blick oft auch kritisch und voller Ironie. Im Gespräch mit Andrea Thilo gibt er Einblick in sein Werk und seine Karriere als Fotograf bei der Agentur Magnum Photos.
14 h | PANEL (ENGLISCH)
BACK FROM THE FUTURE
Armen Avanessian, Philosoph (A) / Doris Gassert, Kuratorin, Fotomuseum Winterthur (CH) / Anke Hennig, Autorin + Wissenschaftlerin, Central Saint Martins, University of the Arts London (D) / Mario Pfeifer, Künstler (D)
Die Vergangenheit ist unvorhersehbar: Seit das fotografische Bild digital geworden ist, können wir nicht mehr verlässlich wissen, ob es noch zurück auf etwas Vergangenes verweist. Weder Licht noch Zelluloid garantieren, dass wirklich dagewesen ist, was uns in der Fotografie sichtbar begegnet. Mehr noch, im Zeitalter von digitaler Beschleunigung, intelligenten Umgebungen und vorgreifender Kontrolle bestimmt die Zukunft uns weit stärker als die Vergangenheit. Das Panel fragt nach einer fotografischen Zeitlichkeit, die sich mit der Zukunft verbündet und Fantasien von einer technokratischen Kontrolle unserer Zukunft durch Bilder etwas entgegenstellt. Gibt es „präemptive Bilder“, die auf eine unvermeidbare Zukunft vorausweisen? Und wie können wir sie aus der Zukunft in die Gegenwart holen, um politische Kraft zu entfalten? Das Panel ist eine Zusammenarbeit von C/O Berlin mit dem Fotomuseum Winterthur im Rahmen von SITUATIONS.
16 h | PANEL (ENGLISCH)
CATCHING LIGHT
Sylvia Ballhause, Künstler (D) / Claus Gunti, Wissenschaftler, ECAL – École Cantonale d’Art de Lausanne (CH), Nicolai Howalt, Künstler (DK)
Licht einfangen und Zeichnen mit Licht – das bedeutet Fotografie im ursprünglichen Wortsinn. Nichts ist so essentiell für die Entstehung des fotografischen Bildes wie das Licht. Zu lange oder zu kurze Belichtungszeiten verändern das Bild. Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Licht hat nichts von ihrer Faszination verloren, weder bei den Fotograf*innen des 19. Jahrhunderts noch bei den zeitgenössischen Künstler*innen. Während im 19. Jahrhundert die fotografischen Aufnahmen jedoch vornehmlich von und für die Forschung und Wissenschaft angefertigt wurden, entdecken heute vermehrt junge Künstler*innen das Thema Licht als Experimentierfeld auf ganz neue Weise.
Sonntag 30 SEP | 12—19 h
12 h | ARTIST TALK (ENGLISCH)
Jaya Pelupessy, Künstler (NL) / Spiros Hadjidjanos, Künstler (GR) / Caroline von Courten, Autorin + Wissenschaftlerin (NL)
Jaya Pelupessy und Spiros Hadjidjanos sind junge, internationale Künstler der Aus- stellung Back to the Future. The 19th Century in the 21st Century bei C/O Berlin und stehen mit ihren Arbeiten exem plarisch für eine neue Generation von Künstler*innen, die mit großer Experimentierfreudigkeit analoge und digitale Verfahren sowie historische und neue Technologien miteinander verbinden und auf diese Weise zu vollkommen neuen, hybriden Formen fotografischer Darstellung finden.
12—18 h | EDUCATION WORKSHOPS
C/O Berlin Education, Hardenbergstr 19, 10623 Berlin
Fotogramme Malen mit Licht / Dunkelkammer / Street Art Tape Art / Trickfilm / Animationsfilm
8–14 Jahre
14 h | PANEL (DEUTSCH)
SENSING TIME
Peter Geimer, Kunsthistoriker, Freie Universität Berlin (D) / Dominik Schrey, Autor + Wissenschaftler, Karlsruher Institut für Technologie (D), Douglas Mandry, Künstler (CH)
(in deutscher Sprache)
Neben dem Licht ist die Zeit das entscheidende Element für das Werden und Vergehen eines fotografischen Bildes. Eine Fotografie altert und ist vergänglich. Sie verweist immer auf etwas Vergangenes zurück. Heute wie damals macht dieses Paradoxon den Zauber der Fotografie aus. Seit ihrer Erfindung haben sich Fotograf*innen wie Fototheoretiker*innen mit dem Aspekt Zeit beschäftigt. Die digitale Fotografie, computergenerierte 3D-Bilder und die Verdichtung von Zeit und Raum durch das Internet haben unser zeitliches Empfinden im 21. Jahrhundert radikal verändert. Wie wird die Fotografie der Zukunft aussehen? Welche neuen Zeitlichkeiten müssen wir für das fotografische Bild definieren?
18 h | ARTIST TALK (ENGLISCH)
Nicholas Nixon, Künstler (US) / Melinda Crane, Journalistin (D)
Nicholas Nixons Langzeitprojekt The Brown Sisters gilt als eines der wichtigsten und bekanntesten Werke des US-amerikanischen Fotografen. Die Serie besticht durch ihre intime Sicht auf das immer wiederkehrende Motiv – ein Gruppenporträt seiner Frau Bebe und ihren drei Schwestern. Seit über 40 Jahren setzt er sich mit den Themen von Serialität und Zeit in der Fotografie auseinander. Das Spannungsverhältnis von kühler Konzeption und ästhetischer Wahrnehmung kennzeichnet Nixons unverwechselbares Werk. Gemeinsam mit Melinda Crane spricht er über seine Arbeit und Retrospektive bei C/O Berlin.