Über Uns

Der European Month of Photography ist das zentrale Fotofestival in Deutschland und macht Berlin als Stadt der Fotografie national und international sichtbar. Als EMOP Berlin bündelt er die außergewöhnliche Dichte an Museen, Ausstellungshäusern, Galerien, Projekträumen, Archiven, (Kunst-)Hochschulen und Freien Gruppen, die sich in Berlin mit Fotografie beschäftigen, zu einem gemeinsamen Festivalraum. Wir verstehen den EMOP Berlin als Plattform, Resonanzraum und Motor für die künstlerische, theoretische und institutionelle Weiterentwicklung fotografischer Bildpraxen.

Seine besondere Bedeutung gewinnt das Festival aus dem Ort, an dem es stattfindet. Berlin ist eine Stadt, in der sich die unterschiedlichen sozialen und künstlerischen Gebrauchsweisen der Fotografie in besonderer Weise ablesen lassen. Die Geschichte des Mediums ist hier nicht abgeschlossen, sondern bleibt in ihrer Historizität sichtbar: als wandelbare, konfliktreiche und produktive (auch deutsch-deutsche) Geschichte, in der dokumentarische, künstlerische, journalistische, aktivistische, private und institutionelle Praktiken nebeneinanderstehen, aufeinander reagieren und sich gegenseitig weiterentwickeln – und so die Geschichte der Fotografie beständig fortschreiben. Als Festivalteam machen wir diese Vielstimmigkeit erfahrbar. Mit einer eigenen Programmkuration, insbesondere im Rahmen der EMOP Opening Days sowie mit den über den Festivalmonat gestreuten umfangreichen Diskurs- und Vermittlungsprogrammen, schaffen wir Anlässe der produktiven Auseinandersetzung, des voneinander Lernens und des gemeinsamen Weiterdenkens.

Wir verhandeln Fotografie in ihrer ganzen gegenwärtigen Breite: als künstlerisches Medium, als gesellschaftliche Bildpraxis, als technisches Dispositiv, als Archiv, als Material – und mit unseren jeweils rund 100 Partnerinstitutionen in der Stadt besonders auch als Ausstellungsform. Gerade weil speziell die künstlerische Fotografie lange um ihre institutionelle Anerkennung innerhalb der Bildenden Kunst ringen musste, kommt dem EMOP Berlin eine besondere Bedeutung zu. Wir machen sichtbar, welche Räume sich das Medium erobert hat – und möchten dazu beitragen, diese Räume nachhaltig zu stärken.

Zugleich ist Berlin ein Ort, an dem unterschiedliche fotografische Szenen aus Deutschland und der Welt zusammenkommen. Hier begegnen sich lokale und internationale Perspektiven, institutionelle und freie Arbeitsweisen. In dieser Konzentration entsteht eine Künstler*innenschaft, die nicht homogen ist, sondern aus Differenz, Austausch und gegenseitiger Bezugnahme ihre besondere Energie gewinnt.

Künstler*innen, Kurator*innen, Galerien, Institutionen, Projekträume, Verlage, Sammler*innen, Theoretiker*innen und ein breites Publikum sind die entscheidenden Akteur*innen des Beteiligungsfestivals EMOP Berlin. Zusammen mit ihnen schaffen wir Orte der Vernetzung, des Austauschs und der gemeinsamen Professionalisierung. Damit verbinden wir die inhaltliche Auseinandersetzung mit fotografiebasierter Kunst mit der strukturellen Bündelung einer einzigartigen Fotoszene – und machen den EMOP Berlin zu einem Festival von nationaler Strahlkraft und internationaler Relevanz.

Ihr Team EMOP Berlin