Disruptionen des 20. Jahrhunderts ist die thematische Klammer, mit der durch eine Auswahl der vielen fotografischen Archive und Nachlässe in der Stadt Berlin geführt wird. Besucher*innen erhalten die Gelegenheit, Ephemera – etwa Briefe, Arbeitsprints, andere Archivalien etc. - zu betrachten und etwas über Dinge zu erfahren, die es für gewöhnlich nicht in Ausstellungen schaffen, sondern die zu Zwecken der Nachlasssicherung und Forschung in den Depots verbleiben. Im Gespräch erfahren die Besucher*innen nicht nur etwas über diese Dinge und ihre Entstehung, sondern auch über das Leben der Fotograf*innen und über die Erfahrungen und / oder bildnerischen Auseiadersetzungen mit den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.

Michael Schmidt, Untitled, 1980, aus der Serie "Berlin nach 1945" © Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit Archiv Michael Schmidt, Courtesy Nachlass Michael Schmidt und Galerie Nordenhake Berlin/Stockholm/Mexico City